Tomohon – Sulawesi – Indonesien

Wie angekündigt, möchte ich hier eine für mich unvergessene Anekdote zu meinem Besuch in Tomohon teilen. Ich hoffe, sie amüsiert dich!

Ein Kumpel und ich kamen nach Tomohon, um eben genau diesen Tomohon Extreme Markt zu besuchen und den Lukon Vulkan zu besteigen. Hatten beide vorher eine ziemlich große Klappe riskiert und meinten zueinander, dass wir verschiedenste Dinge auf dem Markt probieren werden. Ist ja nur unüblich für uns diese Arten von Fleisch zu essen. Ab dem ersten Moment auf dem Markt war uns klar, dass wir hier nicht mal Obst essen wollten… Der Geruch der in der Luft lag war für uns stellenweise unerträglich. Der Anblick von einem Hund der vor deinen Augen geschlachtet wird… den Schrei den sie von sich geben und dann war da noch der Geruch wenn das Fell mit einem Bunsenbrenner abgebrannt wird… für uns eine regelrechte Horrorvorstellung. Die Bilder dazu möchte ich dir ersparen. So weit so gut, mein Kumpel und ich trafen uns mit unserem Couchsurfing-Host und schauten uns zusammen in der Stadt um. Er lud uns, wir haben beide mit Religion absolut nichts am Hut, zu einem Gottesdienst vor Ort ein. Wir dachten uns, das könnte ja durchaus interessant sein, also warum nicht?! Es war kurz vor Weihnachten, also schauen wir uns doch mal an wie das hier so zelebriert wird. Zur Info: Die Minahasa die im Norden Sulawesis leben sind hauptsächlich Christen. Wir schauten uns den Gottesdienst an und wurden plötzlich beide aufgefordert und mit einem immer lauter werdenden Klatschen dazu gebracht Weihnachtslieder aus unserer Heimat zu singen. So standen wir dann da- er Tscheche ich Deutscher, beide musikalisch absolut minderbegabt und gaben, er ein Lied was ich nicht verstand, und ich „O Tannenbaum“ (eins der wenigen Weihnachtslieder die ich kannte) zum Besten. Damit nicht genug, natürlich wurden wir gefeiert wie absolute Megastars – schließlich war das mit Sicherheit das Schiefste was sie je gehört hatten… Und glaub mir, es war alles andere als leicht, in diesem Moment indem mein Kumpel seine Stimme erhob nicht loszubrüllen vor lachen. So, jetzt haben wir unseren Auftritt hinter uns gebracht und dachten uns, wir könnten uns so langsam verabschieden. Leider weit gefehlt, die Familien brachten selbst gekochtes Essen mit – und davon reichlich! Wir wurden beide kreidebleich als wir uns ausmalten, dass wir jetzt all die Dinge die wir vorher auf dem Markt gesehen haben serviert bekommen. Also probierten wir, jeder zunächst ein Gericht und beteten dass es sich nur um Hühnchen handelt. Als wir beide relativ sicher waren, ein solches Gericht abbekommen zu haben, stopften wir unsere Teller voll und lehnten höflich die anderen Gerichte ab, da wir ja bereits sooo satt waren.

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Hi, ich bin Julian – immer auf der Suche nach echten Begegnungen, neuen Perspektiven und Abenteuern abseits der Komfortzone. Ich reise abenteuerlich, spartanisch, möglichst nachhaltig und mit einem reflektierten Blick auf die Welt. Für mich entstehen die größten Erlebnisse, wenn man Dinge selbst in die Hand nimmt und versucht, wie ein Local zu leben. Den Charakter eines Landes entdeckt man nicht im Hotelbuffet, sondern auf der Straße – zwischen Garküchen, Märkten und spontanen Gesprächen. Read More

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